Was passt bes­ser zu einem Unternehmen? 

Vie­le Unter­neh­men über­le­gen heu­te, ob sie mit KI-Ava­ta­ren arbei­ten oder ech­te Team­fo­tos und Mit­ar­bei­ter­por­träts zei­gen sollen.

Künst­li­che Intel­li­genz ist der­zeit über­all prä­sent – auch in der Welt der Bil­der. Immer häu­fi­ger sieht man auf Web­sites oder in sozia­len Medi­en KI-gene­rier­te Ava­tare oder künst­lich erstell­te Por­träts. Tech­nisch ist das beein­dru­ckend und eröff­net vie­le neue Möglichkeiten.

Trotz­dem stel­le ich mir immer öfter eine ein­fa­che Frage:

Was wirkt eigent­lich glaub­wür­di­ger – ein KI-Ava­tar oder ech­te Team­fo­tos und Mitarbeiterporträts?

Die­ser Arti­kel ist kei­ne Bewer­tung oder Kri­tik an neu­en Tech­no­lo­gien. Es ist viel­mehr mei­ne per­sön­li­che Beob­ach­tung und mein eige­nes Emp­fin­den – auch aus mei­nem Ver­hal­ten auf Social Media. Denn gera­de wenn es um Men­schen, Unter­neh­men und Ver­trau­en geht, spielt Authen­ti­zi­tät für mich eine gro­ße Rolle.

War­um mich KI-gene­rier­te Pro­fil­bil­der oft weni­ger ansprechen 

Bei mir per­sön­lich ent­steht dabei jedoch oft ein ande­res Gefühl.

Wenn ich auf Social Media unter­wegs bin und ein Pro­fil­bild sehe, bei dem sofort klar ist, dass es ein Ava­tar oder ein KI-gene­rier­tes Bild ist, ver­lie­re ich oft das Inter­es­se. Ich fra­ge mich dann:

Wen sehe ich hier eigent­lich wirklich?

Bei Tex­ten sehe ich das etwas anders.
Vie­le Men­schen – und auch ich selbst – nut­zen KI, um Gedan­ken bes­ser zu struk­tu­rie­ren oder Infor­ma­tio­nen kla­rer zu for­mu­lie­ren. Das kann durch­aus hilf­reich sein.

Bei Bil­dern jedoch geht es für mich um etwas ande­res: um Per­sön­lich­keit, Authen­ti­zi­tät und auch um Ver­trau­en. Ein ech­tes Bild sagt für mich auch: Das bin ich – und ich ste­he zu mir.

War­um ech­te Team­fo­tos und Mit­ar­bei­ter­por­träts Ver­trau­en schaffen

Gera­de bei Unter­neh­men, bei denen Ver­trau­en und per­sön­li­che Zusam­men­ar­beit eine gro­ße Rol­le spie­len, wir­ken ech­te Bil­der deut­lich stimmiger.

Das betrifft nicht nur Mit­ar­bei­ter­por­träts, son­dern auch Geschäfts­füh­rer­por­träts, Unter­neh­mens­por­träts oder Bil­der von Men­schen bei der Arbeit.

Wenn Kun­den sehen, mit wem sie es wirk­lich zu tun haben, ent­steht Nähe und Vertrauen.

Gera­de bei Selbst­stän­di­gen, Ein-Per­so­nen-Unter­neh­men oder auch bei Fir­men, bei denen Bera­tung ein wich­ti­ger Bestand­teil des Ange­bots ist, spielt die per­sön­li­che Ebe­ne eine gro­ße Rol­le. Wenn Per­sön­lich­keit und Ver­trau­en ein zen­tra­ler Wert sind, wirkt es für mich wider­sprüch­lich, sich hin­ter einem Ava­tar zu verstecken.

Ein ähn­li­cher Gedan­ke kommt mir auch bei Coa­ches oder Bera­tern. Wenn jemand Men­schen dabei unter­stützt, mehr Selbst­ver­trau­en zu ent­wi­ckeln oder authen­ti­scher auf­zu­tre­ten, erscheint es für mich nur logisch, dass die­se Per­son sich selbst eben­falls zeigt.

Denn Ver­trau­en ent­steht oft dort, wo Men­schen sicht­bar werden.

Wann KI-Bil­der durch­aus sinn­voll sein können

Natür­lich gibt es auch Bran­chen, in denen KI-Bil­der sehr gut pas­sen können.

Ein Bei­spiel wäre etwa die Astro­lo­gie. Wenn eine Astro­lo­gin mit Sym­bo­lik, Stern­bil­dern oder mys­ti­schen Bild­wel­ten arbei­tet, kön­nen sol­che KI-gene­rier­ten Bil­der sogar sehr stim­mig und inspi­rie­rend wirken.

In sol­chen Berei­chen steht oft die Fan­ta­sie oder eine bestimm­te Atmo­sphä­re im Vor­der­grund – und dort kön­nen künst­lich erzeug­te Bil­der durch­aus ihren Platz haben.

Auch in der Wis­sen­schaft oder in erklä­ren­den Kon­tex­ten kön­nen KI-gene­rier­te Bil­der sinn­voll sein. Wenn es dar­um geht, kom­ple­xe Zusam­men­hän­ge zu visua­li­sie­ren oder Din­ge sicht­bar zu machen, die sich foto­gra­fisch kaum dar­stel­len las­sen, kann KI hel­fen, Inhal­te ver­ständ­li­cher zu machen.

In sol­chen Fäl­len die­nen die Bil­der vor allem der Ver­an­schau­li­chung – und dort kön­nen künst­lich erzeug­te Bil­der durch­aus ihren Platz haben.

War­um ech­te Men­schen für vie­le Unter­neh­men ent­schei­dend bleiben

Wenn es jedoch um Ein-Per­so­nen-Unter­neh­men, Selbst­stän­di­ge oder Unter­neh­men geht, die mit Men­schen arbei­ten – sei es in Bera­tung, Dienst­leis­tung oder im direk­ten Kun­den­kon­takt – fin­de ich per­sön­lich ech­te Mit­ar­bei­ter­fo­tos überzeugender.

Gera­de dann, wenn per­sön­li­che Bera­tung ein zen­tra­ler Wert eines Unter­neh­mens ist, spielt Ver­trau­en eine beson­ders gro­ße Rol­le. Vie­le Selbst­stän­di­ge oder Unter­neh­men beto­nen genau die­sen Punkt: indi­vi­du­el­le Betreu­ung, per­sön­li­che Gesprä­che und ech­te Zusam­men­ar­beit mit ihren Kun­din­nen und Kunden.

Wenn die­se per­sön­li­che Nähe ein wich­ti­ger Bestand­teil des Ange­bots ist, wirkt es für mich wider­sprüch­lich, sich gleich­zei­tig hin­ter einem Ava­tar zu verstecken.

Wenn jemand Men­schen dabei unter­stützt, selbst­be­wuss­ter zu wer­den, ihren eige­nen Stil zu fin­den oder authen­ti­scher auf­zu­tre­ten – zum Bei­spiel in der Stil­be­ra­tung – dann erscheint es für mich nur logisch, dass die­se Per­son sich selbst eben­falls zeigt.

Denn die Wer­te, die man ande­ren ver­mit­telt, soll­ten sich auch im eige­nen Auf­tre­ten widerspiegeln.

Viel­leicht ist die­se Sicht­wei­se für man­che etwas alt­mo­disch.
Aber wenn ich mein eige­nes Ver­hal­ten beob­ach­te, mer­ke ich immer wie­der: Ich inter­es­sie­re mich eher für Men­schen, die sich auch wirk­lich zeigen.

Und genau dar­um geht es für mich bei Mit­ar­bei­ter­por­träts oder Por­traits generell.

Nicht um per­fek­te Insze­nie­rung – son­dern dar­um, Men­schen authen­tisch zu zeigen.

Denn am Ende gilt für mich nach wie vor ein ein­fa­cher Gedanke:

Men­schen kau­fen von Menschen.

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